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Me-Time für Hochsensible

Aktualisiert: 1. Apr. 2025




„Wann ist endlich Wochenende? Ich brauche dringend mal eine Pause!“

„Ich würde ja gerne mal was liegen lassen, aber wer macht das

dann alles?“

„Kann mir mal jemand sagen, wie alle anderen das bloß schaffen?“


Diese und viele andere Gedanken haben wir, wenn wir durch unseren

Alltag hetzen. Wir sind gestresst, rastlos, genervt, müde.

Jeden Tag laufen wir munter wie der kleine Hamster im Laufrad unsere

Runden und es nimmt scheinbar kein Ende. Wir hangeln uns durchs Leben, fiebern dem Wochenende oder dem nächsten Urlaub entgegen und schon wieder ertappen wir uns dabei, wie wir uns nach Erholung, Pause und Ruhe sehnen.

Doch die scheint in immer weitere Ferne zu rücken, so sehr wir auch versuchen, Zeit frei zu schaufeln.

Na, geht dir das auch so?

Dann gebe ich dir zu Beginn gleich einmal meinen Lieblingssatz mit auf deinen Weg:


„Zeit hat man nicht. Zeit nimmt man sich für die Dinge, die einem wichtig sind!“

Und heute setze ich noch einen drauf:

„Ich entscheide mich für mich !“

„Alles klar, vielen Dank! Wenn das so einfach wäre…!“, denkst du jetzt vielleicht leicht verärgert.

Und weißt du was? Ich verstehe das! Solche Lebensweisheiten können einen wirklich auf die Palme bringen.

Auch mein Tag hat wie deiner 24 Stunden und ich musste lernen (und gönne mir dabei auch immer wieder Ehrenrunden), Prioritäten zu setzen und vor allen Dingen: An mich selbst zu denken!

Ein kleiner Schlüssel zum Erfolg ist dabei das Etablieren der so wichtigen Me-Time in deinen Alltag. Wie das geht? Das verrate ich dir heute!

Denn vor allem für hochsensible Menschen ist dies mitunter eine große Herausforderung. Da sie aber lebenswichtig und lebensverändernd ist, lohnt es sich, weiterzulesen.

 

Also: Beginne schon jetzt mit deiner ersten kleine Me-Time und lese in Ruhe meinen Blogartikel. 😉

„Die gute Zeit fällt nicht vom Himmel, sondern wir schaffen sie selbst, sie liegt in unseren Herzen eingeschlossen.“

  (F.M. Dostojewski)





1.   Was ist Me-Time?

1.1 Definition und Bedeutung

 

Me-Time (aus dem englischen, wörtliche Übersetzung: Ich-Zeit) bezeichnet einen Zeitraum, in dem man die eigene Person sowohl gedanklich als auch körperlich in bewusster Art und Weise mit gezielten Aktivitäten vom Alltag abgrenzt.

Man nimmt sich selbst eine sogenannte Auszeit, in der man sich ausschließlich mit Dingen befasst, die einem Freude bereiten und die der persönlichen Erholung dienen.

Die Gestaltung der Me-Time ist sehr individuell, da jeder Mensch unter Erholung, Entspannung und Innehalten etwas ganz Eigenes versteht.

Dementsprechend sieht das Üben in Achtsamkeit und eine gesunde Selbstfürsorge durch verschiedene Aktivitäten, Rituale oder etablierte Gewohnheiten bei jedem Menschen unterschiedlich aus.

 



1.2 Warum Me-Time wichtig ist

Die Me-Time, also das bewusste „Ausklinken“ aus dem Alltag, ist entscheidend, um die eigene Gesundheit zu fördern, das Gleichgewicht im Leben zu bewahren und langfristig ein erfülltes, stressfreies Leben zu führen.

Studien zufolge führen Menschen, die sich regelmäßig Zeit für sich selbst nehmen und sich dadurch gezielt in Achtsamkeit und Selbstfürsorge üben, ein glücklicheres Leben. Sie sind insgesamt zuversichtlicher, energiegeladener, belastbarer, zielgerichteter und gesünder.


2. Der positive Effekt von Me-Time

2.1 Stressabbau und Regeneration

Deine Me-Time hilft dir dabei, deinen Alltagsstress abzubauen und deinen Geist zu beruhigen. Du bekommst den Kopf frei und kannst dich von der ständigen Reizüberflutung erholen. Dadurch schöpfst du neue Energie und lädst automatisch deine Akkus wieder auf. So kannst du anderen Menschen und auch Aufgaben wieder mit voller Kraft begegnen.


Wäre es nicht toll, wenn sich dein Leben dauerhaft endlich leichter anfühlen würde?


2.2 Verbesserung der mentalen Gesundheit

Wenn du dir eine regelmäßige Auszeit gönnst, fördert dies auf lange Sicht dein Wohlbefinden. Deine Stimmung verbessert sich und sogar deine Ängste können reduziert werden. Außerdem bekommst du (einen anderen) Zugang zu deinen Gefühlen und Gedanken und förderst damit deine persönliche Weiterentwicklung.


Oder möchtest du gerne für immer so bleiben, wie du bist?


2.3 Steigerung der Kreativität und Produktivität

Wenn du dir regelmäßig Zeit für dich selbst nimmst, bist du insgesamt ausgeruhter und dadurch letztendlich auch fokussierter. Deine mentale Klarheit fördert deine Kreativität und du kannst effizienter arbeiten. Dadurch gewinnst du wiederum freie Zeiträume, bist insgesamt entspannter und doch gleichzeitig produktiver.


Das ist ein toller Kreislauf, oder?


2.4 Stärkung der Selbstfürsorge

Deine Me-Time ist sozusagen die reine Form der Selbstfürsorge. Indem du dir für dich und deine Bedürfnisse kontinuierlich Zeit einräumst und den Fokus auf dich selbst setzt, kümmerst du dich verlässlich um dein Wohlbefinden und somit um deine körperliche und geistige Gesundheit.


Und was gibt es Wichtigeres als Gesundheit?


2.5 Verbesserung der Beziehungen

Wenn du dir Zeit für dich selbst einräumst und dich um dein Wohlergehen kümmerst, bist du nicht nur ausgeruhter, sondern auch ausgeglichener. Zweifelsohne kannst du dann auf andere Menschen deutlich besser zugehen und auch eingehen. Du bist empathischer (ja, ich weiß, damit hast du als Hochsensibler*r eigentlich keine Schwierigkeiten, es sei denn, du bist überreizt und genau das meine ich!) und hast mehr Geduld.

Ein erstrebenswerter Zustand, was meinst du?



3. Me-Time für Hochsensible

3.1 Das Körper-Geist-Seele-System 

Als Hochsensible*r hast du ein ganz besonderes Verhältnis zu deinem Körper-Geist-Seele-System.

Bestimmt hast du mit hoher Wahrscheinlichkeit schon oft gespürt, dass es enorm wichtig ist, dass sich dieses System langfristig im Einklang befinden muss, damit es dir gut geht.

Denn alle drei Ebenen sind eng miteinander verbunden, beeinflussen sich gegenseitig und tragen als eine Einheit zu unserem Wohlbefinden bei.

Es geht dabei sowohl um deinen Körper (der dich physisch durch Bewegung, Schlaf und Gesundheit durch dein Leben trägt) als auch deinen Geist (also deine Gedanken, Überzeugungen, Emotionen) und schließlich auch deine Seele (dein spiritueller Teil mit deinen Wünschen, dem Streben nach dem Sinn des Lebens und der Verbindung zu etwas Höherem).

Nur wenn du alle drei Ebenen deines Daseins nährst und so Schritt für Schritt in die wirkliche Entspannung kommst, wird es dir langfristig gut gehen (vergleiche hierzu auch meinen Beitrag zum Thema „Stressmanagement für Hochsensible“).


Es geht bei der Me-Time nicht um Ablenkung vom Alltag, es geht um Loslassen, Erholung und Entspannung.


3.2 Die besonderen Bedürfnisse von Hochsensiblen

Für Hochsensible spielt es eine besonders große Rolle, dass sie sich der Notwendigkeit von Entspannung bewusst werden. Selbstfürsorge in Form von klarer Me-Time ist für sie deshalb in einem besonders hohen Maß wichtig, weil sie intensiver auf Reize aus ihrer Umwelt reagieren und daher von Natur aus zu Reizüberflutung neigen. Sie sind dann schneller erschöpft, fühlen sich überfordert und sind gestresst.

Es geht also darum, erst gar nicht in die Überreizung hinein zu rauschen, sondern sich Momente zu schaffen, in denen du vollkommen bei dir bist und dich und deine Bedürfnisse durch klare Auszeiten (kleine und größere, dazu komme ich später) selbst wahrnimmst und dich regulierst (und das am besten prophylaktisch!).

 

Bestimmt kennst auch du das Gefühl und den Zustand des Völlig-ausgelaugt-Seins nach einem anstrengenden Arbeitstag.


Das ist ganz normal und menschlich!“, denkst du vielleicht.

Fatalerweise befällt dich dieses Gefühl allerdings mitunter auch nach einem (eigentlich) schönen, aber ereignisreichen Sonntag. Und das bewertest du dann nicht mehr als normal, oder?

 

„Warum bin ich nur so fertig? Heute konnte ich mich doch erholen!“, fragst du dich dann bestimmt.


Weißt du was? Ich kenne die Antwort auf deine Frage:

Du bist über dein persönliches Maß hinaus gegangen. Und egal, wie dieses Maß aussehen mag, es ist dein ganz persönliches!


Es ist wichtig, dass du selbst erkennst, wie viele Reize dir wann und mit wem gut tun. Deine Hochsensibilität bestimmt dabei deine Belastbarkeitsgrenze. Es bringt nichts, dich mit „normal“ Sensiblen zu vergleichen.


Versuche, in die Akzeptanz zu kommen.

Du bist, wie du bist – und das ist gut so!

 

Denn wer sagt, dass du Dinge so tun und erleben musst wie andere Menschen um dich herum es tun?

Du bist ein toleranter, empathischer, verständnisvoller und wahrscheinlich verantwortungsbewusster Mensch, richtig? Und jetzt sei einmal ehrlich zu dir selbst: So kennst du dich, wenn es um die anderen geht, oder?


Frage dich:


Wenn es um mich selbst geht, wie sieht es dann aus?


Angenommen, ich begegne mir selbst, was kann ich mir geben?


Vielleicht wäre es ein Hilfsmittel, mit dem du es schaffen könntest, dich zurückzuziehen, deine Gedanken zu sortieren und dich auf deine eigenen Bedürfnisse zu konzentrieren.


Glaube mir: Mit einer Me-Time hast du dieses wertvolle Hilfsmittel und die wunderbare Gelegenheit, dich selbst besser kennenzulernen und deine eigene Sensibilität als deine große Stärke zu nutzen.

Wenn du das einmal verstanden hast, indem du es erlebst und in deinem Tun aufgehst, ist dies ein erster Schritt in die richtige Richtung für (d)ein Leben mit mehr Entspannung und weniger Suchen im Außen.

 

3.3 Die Generalisierung und das Übernehmen von Verantwortung


„Das ist ja alles schön und gut, aber ich kann ja jetzt nicht ständig immer einfach nur machen, was und wann ich es will!“

... ein berechtiger Satz und doch landest du mit ihm mitten in der Generalisierungs-Falle!


Was ich damit meine:

Generalisierungen (das sind verallgemeinernde Worte wie z.B. „alles“, „immer“, „ständig“) sind wichtig, wenn sie uns helfen, die Welt um uns herum zu verstehen, indem wir komplexe Informationen für uns vereinfachen. Sie sind hilfreich, um Muster zu erkennen und schneller Entscheidungen treffen zu können.

Wenn wir sie allerdings zu oft einsetzen, können sie sehr hinderlich sein, da sie oft zu vereinfachten oder verzerrten Sichtweisen führen. Wir übersehen dann in neuen, uns unbekannten Situationen oder Denkweisen wichtige Aspekte und können uns nicht auf neue Informationen oder Erfahrungen einlassen, die unsere Ansichten herausfordern könnten.

 

Daher:

Verbanne Generalisierungen wie „ständig“, „immer“ oder „alles“ an dieser Stelle aus deinem Wortschatz!


Sie engen dich ein, indem sie deinen kreativen Gedankenprozess blockieren.

Wenn es um dich, deine Selbstfürsorge und deine Me-Time geht, so stehen sie dir ganz klar im Weg und du schaffst es nicht, ein kleines bisschen egoistischer durch die Welt zu gehen und dir deine (absolut verdienten!!!) Auszeiten einzurichten.

 

„Okay, das habe ich verstanden. Aber ich kann nicht einfach meine Verantwortung abgeben! Die trage ich schließlich in meinem Alltag, und zwar für so einige Dinge..!“


Auch das verstehe ich und kenne diese Denkweise nur allzu gut!

Mehr noch: Sie hat viele Jahre mein Leben bestimmt! Und mich in meiner eigenen Entwicklung nicht nur gehemmt, sondern vollkommen blockiert.

Ständig habe ich für alles und Jeden Verantwortung übernommen. Auch oft, wenn ich (emotionsfrei betrachtet) dafür nicht verantwortlich war. Doch ich habe mich verantwortlich gefühlt ! Und genau da ist der Knackpunkt. Geht es dir auch so?


Dann sage ich: Willkommen im Club der verantwortungsbewussten und verantwortungsgesteuerten Hochsensiblen! 😊

 

Ja, richtig! Du bist nicht allein, sondern in bester Gesellschaft!

Hochsensible tendieren oft dazu, sich für mehr verantwortlich zu fühlen als „normal“ Sensible.


Dies liegt vor allem darin begründet, dass sie sehr empathisch sind, wodurch sie quasi ständig die Stimmungen, Ängste oder Sorgen ihrer Mitmenschen „lesen“ können. Dadurch passiert es, dass sie sich für das Wohl der anderen verantwortlich fühlen und das Gefühl haben, für deren emotionales Gleichgewicht sorgen zu müssen. Es kommt zur mangelnden Abgrenzung, weil sie sich mit den Gefühlen anderer so sehr verbunden fühlen.


Nicht selten spielen hier auch Erfahrungen aus der Kindheit eine große Rolle. Hochsensible Kinder haben sehr feine Antennen für das gesamte Außen. Gleichzeitig werden sie oft nicht als hochsensibel erkannt.

So kommt es, dass sie sich ganz selbstverständlich in ihrer empathischen, weitsichtigen, prosozialen und offenen Art sehr um das Wohl anderer kümmern und nicht lernen, für sich selbst zu sorgen, sondern die Bedürfnisse anderer an 1. Stelle zu setzen.

Spätestens als Erwachsene bekommen sie dann oft Probleme und landen vor lauter Aufopferung, fehlender Grenzsetzung und mangelnder Pausen (Me-Time!) im (körperlichen oder psychischen) Burnout.


Hochsensible neigen außerdem zum Perfektionismus. Dabei sind sie sehr selbstkritisch und tendieren dazu, ihre eigenen Fehler und Versäumnisse stärker zu gewichten und den Erwartungen anderer zu entsprechen. Dieser Drang, alles richtig zu machen, kann zu einem Gefühl der Überverantwortung führen.


Eng verbunden mit dem Perfektionismus ist oftmals auch der Wunsch nach Harmonie. Viele Hochsensible möchten Auseinandersetzungen vermeiden. So kommt es, dass sie des Öfteren der Ansicht sind, sich "richtig" verhalten zu müssen, um zwischenmenschliche Konflikte umgehen zu können. 


Kommt dir das alles sehr bekannt vor?

Dann atme kurz durch und denke daran:

Hochsensible entwickeln durch ihre tiefere Wahrnehmung und ihr starkes Mitgefühl tendenziell ein größeres Verantwortungsgefühl, das ist völlig „normal“ und entspricht ihrem Wesen. Du brauchst nicht mit dir und deiner Art zu hadern.


Du bist okay, wie du bist!


Es ist toll, dass es verantwortungsvolle und zuverlässige Menschen gibt.

Und weißt du, was noch toller ist?

Wenn du es schaffst, deine eigenen Bedürfnisse herauszufinden und sie zu wahren, indem du dir deine Me-Time erlaubst! 😉

Verantwortung übernehmen und an sich selbst denken schließen sich nicht gegenseitig aus! Wie bei so vielen Dingen im Leben kommt es auf das gesunde Maß an!

 

„Wenn nicht jetzt, wann dann? (Talmud)



4. Tipps für die Gestaltung von Me-Time


4.1 Mögliche Aktivitäten zur Entspannung

Wie du weißt, ist deine Me-Time eine wunderbare Gelegenheit, um dich selbst zu verwöhnen und neue Energie zu tanken.

Hier sind einige Ideen, wie du deine Me-Time gestalten kannst:


1. Lesen:

Schnapp dir ein gutes Buch oder ein spannendes Magazin und tauche in eine andere Welt ein.


2. Meditation oder Yoga:

Nimm dir Zeit für Achtsamkeit und Entspannung. Yoga oder Meditation können helfen, den Geist zu beruhigen und Stress abzubauen.


3. Spazieren gehen:

Ein Spaziergang in der Natur kann sehr erfrischend sein. Genieße die frische Luft und die Umgebung.


4. Hobbys nachgehen:

Ob Malen, Musizieren, Handarbeiten oder Handwerken – widme dich einem Hobby, das dir Freude bereitet.


5. Wellness:

Gönn dir ein entspannendes Bad, eine Gesichtsmaske oder eine kleine Spa-Behandlung zu Hause.


6. Kochen oder Backen:

Probiere ein neues Rezept aus und genieße das Kochen als kreative Auszeit.


7. Filme oder Serien schauen:

Mach es dir gemütlich und schau dir deine Lieblingsfilme oder -serien an.


8. Schreiben:

Halte deine Gedanken in einem Tagebuch fest oder schreibe Geschichten, Gedichte oder Briefe.


9. Gartenarbeit:

Verbringe Zeit in deinem Garten oder Balkon, pflanze neue Blumen, grabe in der Blumenerde, lege ein Hochbeet an und züchte Kräuter und Gemüse, dekoriere…

 

10. Besuch im Café:

Setze dich in dein Lieblingscafé und genieße einen Tee oder ein anderes Lieblingsgetränk. Schalte dein Handy dabei bewusst aus und lass die Welt da draußen auf dich wirken.

 

11. Besuch in der Bücherei:

Mache einen Abstecher in eine Bücherei. Hier ist es herrlich ruhig und du kannst in aller Ruhe lesen oder dir neue Inspirationen (z.B. für ein neues Hobby) holen.

 

12.Haustiere

Verbringe Zeit mit deinem Haustier. Wenn du einen Hund hast, dann macht euch gemeinsam auf den Weg in die Natur!

Auch ein gemütliches Kuscheln ist hilfreich. Streichle deinen Schatz und erfreue dich im Hier und Jetzt.

 

13. Brettspiele:

Ob alleine, mit der Familie oder Freunden: Nutze die Kraft und Ruhe des urbanen, analogen Spielens ohne schnelle Bildfolgen, Hintergrundgeräusche und co. Genieße den persönlichen Austausch mit deinen Mitspielern.

 

14. Hörbücher/Podcasts:

Tauche ein in die Welt des Hörens. Suche dir dafür (wenn du das brauchst) einen ungestörten, ruhigen Platz und gib dich der Geschichte hin.


15. Vision-Board:

Werde kreativ und gestalte deine Zukunftsträume und -visionen mit Hilfe von Papier, Stiften, Kleber, Fotos… deiner Phantasie sind bei der Gestaltung keine Grenzen gesetzt!

 

16. Puzzeln:

Ob es nun 50 oder 5000 Teile hat, das ist egal! Versinke in der erfüllenden Welt des Puzzelns und genieße die Ruhe und das im-Hier-und-Jetzt-sein.


17. Mache ein Nickerchen:

Das kann – wenn du die Möglichkeit dazu hast - ein kurzer Mittagschlaf sein oder einfach für ein paar Minuten ein kurzes Augen schließen und bewusstes Atmen. 


Wichtig ist, dass du dir Zeit nimmst, die dir Freude bereitet und dich entspannt.

Es geht darum, das zu tun, was dir gut tut!

 



4.2 Der ideale Fahrplan speziell für dich als Hochsensible*r


Wichtig für dich ist, zu wissen, dass es kein Richtig und kein Falsch gibt!

 

Deine Me-Time sollte individuell an dich, deine Bedürfnisse, dein Wesen und deine Lebenssituation angepasst sein.

 

Es macht z.B. einen großen Unterschied, ob du zu den introvertierten oder extrovertierten Hochsensiblen gehörst. Während du als Introvertierte*r den Rückzug liebst, um wieder Kraft schöpfen zu können, wirst du als Extrovertierte*r die Gemeinschaft und den Austausch mit anderen bevorzugen, um daraus mit neuer Energie hervorzugehen.

Me-Time ist also genau das, was zu dir selbst exakt passt!

 

Und was das genau ist, ob es nun ein Besuch im Café ist oder doch lieber in einer Bücherei, ein Abend allein zu Hause mit einem schönen Puzzle oder ein Spiele-Abend mit Freunden, das hängt ganz von dir und deinen Vorlieben ab.

Und auch davon, was du selbst ganz aktuell brauchst!


Zwinge dich nicht, an geselligen Dingen teilnehmen zu müssen, wenn du dazu weder Lust noch Energie hast. Anders herum: Verbiete dir nicht, nach getaner Arbeit noch einmal los zu fahren und vielleicht um die Häuser zu ziehen, wenn genau danach dein Körper-Geist-Seele-System ruft.

 

Egal, wofür du dich entscheidest: Höre auf dein Bauchgefühl!

 

Du selbst weißt, was dir gut tut und was du brauchst!

Erschaffe dir deine kleinen und großen Auszeiten.


Erschaffe dir Zeiten, die dich erfüllen!


Es bringt überhaupt nichts, zum Meditieren oder zum Yoga zu gehen, wenn du schon beim Gedanken daran ganz hibbelig wirst. Nur, weil das anderen Menschen beim Entspannen hilft, heißt das noch lange nicht, dass es auch dir dabei helfen wird.

 

Wichtig ist lediglich, dass du als Hochsensible*r stets darauf achtest, dass du auf dein empfindliches Sinnes-System achtest. Es gilt für dich, die richtige Mischung zu wahren, um nicht in eine Über- oder Unterstimulation zu gelangen.

 

Es kann auch sein, dass dir je nach Tagesform ganz unterschiedliche Dinge einfallen. Morgens gefällt dir der Gedanke an ein Treffen mit Freunden, abends sehnst du dich nach einem heißen Bad. Lebe es!

 

Denn eines ist wichtig:

Insgesamt geht es nicht um die Planung großer Aktivitäten.


Es geht vielmehr darum, dass du dich mit dir selbst, deinen Wünschen und Bedürfnissen beschäftigst, um herauszufinden, was dir gefällt und wo du aktuell vielleicht stecken geblieben bist, keine Auszeiten eingeplant hast und daher nicht in die Erholung kommst.


Frage dich:


Was brauche ich?

Was entspannt mich?

Wozu habe ich so richtig Lust?

Was erfüllt mich allein beim Gedanken daran mit Freude?

Was bringt mich zur Ruhe?

 

Wenn du dir solche Fragen nie stellst, weil du sie dir bisher vielleicht nicht erlaubt hast oder gar nicht auf die Idee gekommen bist, einmal in dich hinein zu hören, dann ist das vollkommen okay und trotzdem machbar!

Es fühlt sich zu Beginn dann eventuell etwas komisch an, doch du schaffst das!

Hier gilt: Einfach mal machen! Könnte ja gut werden! 😉

 

  1. Deine Me-Time in den Alltag integrieren




5.1 Damit du in die Umsetzung kommst (Dein Mini-Fahrplan)

Am Anfang bist du vielleicht ganz euphorisch und beseelt und möchtest unbedingt loslegen mit deiner wohl verdienten Me-Time. Doch schon hat dich der Alltag wieder fest im Griff und vorbei ist es mit dem guten Vorsatz, dir regelmäßig Auszeiten zu gönnen.

 

Deshalb hier mein Mini-Fahrplan für dich:

 

1.   Wer schreibt, der bleibt!

Mache dir eine kleine Liste mit maximal 10 Aktivitäten. Schreibe hierzu spontan auf, was dir als erstes einfällt. Jeder noch so kleine Gedanke zählt.

 

2.   Hand auf´s Herz!

Schau dir deine Liste an und überprüfe: Was sind Ideen für eine mini-Me-Time? Welche Einfälle eignen sich für größere Pausen?

 

3.   And the winner is…

Erstelle eine Ranking-Liste:

Was ist mir wichtig? Was möchte ich als erstes umsetzen?

 

4.   Sammle Glücksmomente!

Beginne damit, in deinen Alltag mehrere kleine Auszeiten einzuplanen. Das heißt konkret: Mache mehrere kurze Pausen. Gehe z.B. raus an die frische Luft, trinke einen Tee (ohne Ablenkung!), beobachte Vögel… was dir gerade in den Sinn kommt. Die Hauptsache ist: es erfreut dich!


5.  Konfetti!

Feiere kleine Erfolge. Mehrere kleine Pausen über den Tag verteilt bedeuten, dass du auf dich achtest und deine Bedürfnisse ernst nimmst. Du wirst schnell Erholung in deinem Alltag spüren, wenn du sie bewusst einplanst und einhältst.


6.   Und… Action!

Wenn du soweit bist, beginne eine größere Me-Time einzuplanen. Wie groß sie ist, mache von deinem persönlichen Empfinden abhängig. Plane oder entscheide auch gerne spontan, was du machen möchtest. Du weißt, das hat viel mit deinem Temperament und deiner Tagesform zu


7.   Das Dating

Gestalte deine Me-Time so, wie du sie brauchst und wann du sie brauchst. Beachte jedoch: Plane ein konkretes Zeitfenster ein! Mache ein Date mit dir selbst aus, damit du dich auch wirklich daran hältst. Ein kleines bisschen Engagement gehört am Anfang einfach dazu.

 

8.   Denke immer daran:

Bleibe flexibel. Gönne dir Ehrenrunden!


9.   Lache! Ich liebe den Satz: Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

Bewahre dir stets eine gesunde Portion Fröhlichkeit, auch wenn es mal nicht so läuft wie geplant. Mit einem Augenzwinkern und manchmal einem Schuss Selbstironie lassen sich viele ärgerliche Alltags-Situationen einfacher wegstecken!




5.2 Wie du dran bleibst

Erfahrungsgemäß hilft es, wenn du am Anfang wirklich mit mehreren kleinen Pausen über den Tag verteilt beginnst. So kannst du dich schon mal ein bisschen warmlaufen. Wenn du das erfolgreich etabliert hast, beginne mit einer Aktivität, die nicht viel Planung erfordert und am besten von dir allein ausgeführt werden kann (für Extrovertierte gilt: Auch wenn ein Treffen mit Freunden noch so verlockend ist, zu Beginn ist es besser, sich auf etwas anderes zu fokussieren).


Der Hintergrund dabei ist:

Ist deine geplante Me-Time an zu viele nicht beeinflussbare Faktoren gebunden (Wetter, Freunde, Verkehr…), so läufst du Gefahr, deinen Plan nicht umsetzen zu können. Es kann immer wieder passieren, dass das Wetter dir einen Strich durch die Rechnung macht, deine Freunde aus den unterschiedlichsten Gründen plötzlich absagen oder du im Stau stecken bleibst. Und das kennst du bestimmt selbst schon:

Wenn du dich auf Etwas sehr freust und es dann doch nicht klappt, bist du enttäuscht und schnell demotiviert.


Vor allem, wenn es um das Einführen und Sichern neuer Gewohnheiten (hier: die regelmäßige Me-Time) geht, sind Misserfolgserlebnisse gleich zu Beginn absolut contra produktiv.

Daher: Checke deine Liste und wähle mit Bedacht!


Was auch noch hilft: Erzähle anderen von deinem Plan, dich künftig mehr um dich selbst und deine Bedürfnisse zu kümmern. Zum einen ersparst du dir damit komische Blicke oder lästige Erklärungen, zum anderen zwingst du dich quasi selbst ein bisschen, dies nun auch durchzuziehen. Denn bestimmt wäre es dir als verantwortungsvolle*r und perfektionistische*r Hochsensible*r peinlich, wenn du zugeben müsstest, dass das alles nur so dahingesagt war. 😉

 

Zum Schluss habe ich noch eine besonders hilfreiche Information für dich:

Am Anfang musst du dich wahrscheinlich etwas anstrengen und diszipliniert sein, dich vielleicht sogar überwinden, dir deine freie Zeit zu nehmen. Doch mit ein wenig Übung wird es dir immer leichter fallen.

 

Mehr noch: Me-Time macht süchtig!

 

Es ist mit dieser Art der „Belohnung“ (Auszeit) ähnlich wie mit dem Verzehr von Zucker: Wenn wir süße Dinge verzehren, steigt unser Dopaminspiegel vorübergehend an. Das freigesetzte Dopamin verstärkt dann das Verhalten, das zu dieser Belohnung geführt hat: Im Fall der Me-Time ist es der Zustand von Freude, Selbstwirksamkeit und Erholung, für den du künftig etwas unternehmen wirst.

Eine vermehrte Ausschüttung des Dopamins bewirkt, wie sehr du dich anstrengst, um diese Belohnung (diesen Zustand, den die Me-Time hervorruft) wieder zu erhalten.

 

Somit beginnt ein Kreislauf:

Mehr Dopamin = mehr Belohnung (Erholung) = mehr Ausschüttung von Dopamin = mehr Belohnung (Erholung) usw.

 

Des Weiteren spielt auch das Hormon Serotonin beim Zustand der Entspannung (die durch gezielte Auszeiten gefördert wird) eine bedeutende Rolle.

Beide Hormone, also Dopamin und Serotonin, sind zudem wichtige Botenstoffe, wenn es um deine Motivation geht.


Und nun kommt das wirklich Tolle daran:

Du solltest wissen, dass unser Gehirn das ganze Leben lang formbar ist. Man nennt diese Eigenschaft „Neuroplastizität“.

Sie ermöglicht es uns, jederzeit dazu zu lernen und die gewohnten, breiten Straßen zu verlassen, um neue Wege zu gehen und zu etablieren, bis dass sie sich gefestigt haben.


Das bedeutet für dich und deine Me-Time : Da sie sowohl kurzfristig als auch auf Dauer zur Ausschüttung von Dopamin und Serotonin führt, wird sie – ohne dass du es bemerkst – für dich zu einem festen Ritual werden. Du musst dich nicht mehr mühsam daran erinnern, denn dein Gehirn hat gelernt, was alles zu tun ist, damit du Erholung und Entspannung bekommst. Ist das nicht toll?


Und was gibt es Wichtigeres, als das zu festigen, bringen wir doch damit unser Körper-Geist-Seele-System in Einklang?!  

 

6. Wenn du Unterstützung brauchst

So schön und gut das mit den Vorsätzen und der wichtigen Me-Time ist, manches Mal kommen wir einfach nicht in die Umsetzung. Wenn dir eine innere Balance jedoch sehr am Herzen liegt und du es einfach nicht schaffst, dich und deine Bedürfnisse ernst zu nehmen und deine ganz persönlichen Auszeiten zu etablieren, dann hat dies vielleicht Gründe, die dir selbst nicht unbedingt bewusst sind.

Manchmal braucht es einen kleinen Denkanstoß von außerhalb, damit wir uns zuversichtlich auf den Weg machen können.

Wenn du möchtest, begleite ich dich dabei.

Melde dich gerne bei mir und wir verabreden uns zu einem persönlichen Gespräch (online oder per Telefon).

Natürlich ist dies vollkommen unverbindlich und kostenfrei für dich.

 


HSP-Coach Daniela Nerkewitz

Gemeinsam finden wir einen für dich passenden Weg.

Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen!






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